Rasurbrand: Ursachen und wie du ihn vermeidest
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Kurz gesagt: Rasurbrand zeigt sich als Rötung, Brennen oder Jucken kurz nach der Rasur. Er entsteht meist durch zu viel Reibung. Vorbeugen lässt er sich mit gut befeuchteter Haut, Rasiercreme, scharfer Klinge, wenig Druck und wenigen Durchgängen mit der Wuchsrichtung.
Rasurbrand oder Rasierpickel?
Die beiden Begriffe werden oft vermischt:
- Rasurbrand ist eine flächige Reizung direkt nach der Rasur. Sie klingt meist nach Stunden bis wenigen Tagen ab.
- Rasierpickel (medizinisch Pseudofolliculitis barbae) entstehen, wenn geschnittene Haare zurück in die Haut wachsen. Mehr dazu unter Eingewachsene Haare nach der Rasur.
Die häufigsten Ursachen
- Trocken rasieren oder zu wenig Rasiercreme. Die Klinge gleitet nicht, sondern reibt.
- Zu viel Druck. Die Klinge schabt über die oberste Hautschicht.
- Stumpfe Klingen. Sie ziehen an den Haaren und brauchen mehr Durchgänge.
- Mehrmals über dieselbe Stelle. DermNet rät ausdrücklich davon ab.
- Gegen den Strich rasieren. Fachgesellschaften empfehlen, mit der Wuchsrichtung zu rasieren.
- Haut spannen. Auch davon rät die AAD bei Neigung zu Rasierpickeln ab.
- Parfümierte Produkte nach der Rasur. Sie können frisch rasierte Haut zusätzlich reizen.
Spielt die Anzahl der Klingen eine Rolle?
Jede Klinge, die über die Haut fährt, ist ein weiterer Kontakt. Systemrasierer haben drei bis sechs Klingen hintereinander. Der Kassensturz kam 2016 in einem Test zum Schluss, dass mehr Klingen nicht besser rasieren. Die AAD nennt für Menschen mit Rasierpickeln einen Rasierer mit einer einzelnen Klinge oder einen Elektrorasierer als häufig empfohlene Wahl.
Oft wird behauptet, Mehrklingenrasierer würden jedes Haar mehrfach schneiden und so die Hauptursache für Rasurbrand sein. Einen belastbaren wissenschaftlichen Beleg für eine bestimmte Anzahl Schnitte haben wir dafür nicht gefunden. Gesichert ist: Weniger Klingenkontakt, weniger Druck und eine scharfe Klinge schonen die Haut.
Was bei akutem Rasurbrand hilft
- Mit kühlem Wasser abspülen und abtupfen.
- Eine parfümfreie, beruhigende Pflege auftragen.
- Die betroffene Stelle einige Tage nicht rasieren, wenn möglich.
- Nicht kratzen.
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei starken, eitrigen oder lange anhaltenden Hautproblemen wende dich an eine Hausärztin, einen Hausarzt oder eine dermatologische Praxis.
Vorbeugen mit dem Rasierhobel
Ein Rasierhobel führt eine einzelne Klinge pro Seite in einem festen Winkel. Mit der richtigen Technik rasierst du ohne Druck und mit wenigen Durchgängen. Die Anleitung dazu steht im Ratgeber für Anfänger. Wer besonders empfindliche Haut hat, findet mehr auf der Seite Veltor für sensible Haut.