Eingewachsene Haare nach der Rasur: Ursachen und Vorbeugung
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Kurz gesagt: Eingewachsene Haare (medizinisch Pseudofolliculitis barbae) entstehen vor allem nach sehr nahem Rasieren. Vorbeugen kannst du, indem du nicht zu nah rasierst, mit der Wuchsrichtung arbeitest, die Haut nicht spannst und scharfe Klingen verwendest.
Wie eingewachsene Haare entstehen
Laut DermNet hat ein frisch rasiertes Haar ein spitzes Ende. Wächst es nach, kann es sich krümmen und wieder in die Haut eindringen, entweder von aussen oder schon unter der Hautoberfläche. Die Haut reagiert darauf mit einer Entzündung: Es entstehen gerötete Knötchen, die an Pickel erinnern.
Wer besonders betroffen ist
Die AAD und DermNet beschreiben, dass vor allem Menschen mit krausem oder stark lockigem Haar betroffen sind, weil sich diese Haare beim Nachwachsen leichter zurück in die Haut krümmen. Grundsätzlich kann es aber alle treffen, die sich regelmässig rasieren.
Was das Risiko erhöht
- Sehr nahe Rasur: DermNet nennt das enge Rasieren als zentralen Auslöser.
- Gegen den Strich rasieren: Das Haar wird kürzer geschnitten.
- Haut spannen: Das Haar zieht sich nach der Rasur unter die Hautoberfläche zurück.
- Mehrere Durchgänge über dieselbe Stelle.
- Stumpfe Klingen.
So beugst du vor
- Haut und Haare gut befeuchten, am besten nach dem Duschen.
- Rasiercreme oder Gel verwenden.
- Langsam und mit der Wuchsrichtung rasieren.
- Die Haut nicht spannen und keinen Druck ausüben.
- Kurze Züge, jede Stelle möglichst nur einmal.
- Scharfe Klingen verwenden, siehe Wie oft Rasierklinge wechseln.
- Nicht auf maximale Glätte zielen. Ein Hauch Stoppeln ist für die Haut schonender.
Die AAD nennt für Betroffene ausserdem einen Rasierer mit einer einzelnen Klinge oder einen Elektrorasierer als häufig empfohlene Wahl. Ein Rasierhobel wie der Veltor Rasierer arbeitet mit einer Klinge pro Seite. Wenn du sehr nahe Rasuren vermeiden willst, ist eine mildere Klinge sinnvoll, siehe Welche Rasierklinge passt zu mir?.
Wenn ein Haar eingewachsen ist
- Nicht daran herumdrücken oder mit Nadeln stochern.
- Die Stelle einige Tage nicht rasieren, damit das Haar herauswachsen kann.
- Warme Kompressen können die Haut beruhigen.
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei starken, eitrigen oder lange anhaltenden Hautproblemen wende dich an eine Hausärztin, einen Hausarzt oder eine dermatologische Praxis.